Windows Update

Es ist nicht alles Gold was glänzt.........

...........leider gilt dies auch, wer hat es nicht schon lange vermutet, in ganz besonderem Masse für die monopolistischen Microsoft Produkte. Bisher konnte man zumindest den regelmäßig angebotenen Sicherheitsupdates und Zusatzfeatures vertrauen, wenn man sie direkt von der Microsoftseite herunterlud und automatisch installieren ließ.-Microsoft hat dazu eigens ein Update Tool in seine letzten Explorerversionen eingebaut, welches sowohl über die Option "Extras" im Internetexplorer,

als auch in Windows 98 /98SE über den entsprechenden Eintrag des Startmenues (Start....Einstellungen...Windows Update..) zugänglich ist:

Stellt man die Internetverbindung her, öffnet sich freundlich und seriös folgende Seite von Microsoft:

 

Klickt man dann den von mir rot umrandeten Link "Produkt-Updates" an, prüft ein spezieller Update Assistent (falls er in einem früheren Update einmal installiert wurde) im Hintergrund, ob und welche Updates für das aktuelle Betriebssystem verfügbar sind und zeigt während der Prüfung folgende Meldung:

Dabei weht der Assistent aufgeregt mit seinem Windowsfähnlein und verbirgt mehrere Minuten geschickt alle seine Aktivitäten, bis er sich schließlich stolz und kompetent mit der aktualisierten Microsoft Updateseite zurückmeldet. Dort werden dann nur noch die vom Assistenten gefundenen Updatemöglichkeiten aufgelistet und sind auch gleich schon mit einem Häkchen versehen.-Man hat nun nichts weiter mehr zu tun, als sich von der Seite führen zu lassen, dem Download zuzustimmen und schließlich durch Akzeptieren des eingeblendeten Java-Vertrages Microsoft alle Rechte zuzugestehen sowie eventuelle Folgeschäden auf die eigene Kappe zu nehmen.- Also das übliche Gewäsch. Bisher konnte man der installierten Software ja auch relativ bedenkenlos vertrauen.- Dies änderte sich erstmals radikal mit dem Download des neuen Internet Explorers 6.0 und setzte sich nun in katastrophaler Weise auch mit dem letzten aktuellen Sicherheitsupdate vom 11.02.2002 fort.

Sinn des Updates sollte es eigentlich sein, weitere Sicherheitslücken des Internetexplorers 5.5 SP1 zu schließen. Nach dem Download und der automatischen Installation zeigten sich auf zwei völlig unterschiedlichen Rechnern (einmal mit Win 98 und einmal mit Win 98 SE) wirklich beeindruckende Demonstrationen, was Microsoft neuerdings unter "erhöhter Sicherheit" versteht:

1. Beim Versuch, meine E-Mails abzufragen oder eine Internetverbindung aufzubauen erschien zunächst folgendes, wirklich vielsagendes Dialogfenster an Stelle des bekannten DFÜ-Fensters:

Beindruckt über die absolut sicheren, weil unsichtbaren Beschriftungen, öffnete ich daraufhin die Internetoptionen des IE 5.5 und kam aus dem Staunen überhaupt nicht mehr heraus, als ich dann die Registerkarte "Sicherheit" auswählte.- Man beachte auch hier die neue, völlig unleserliche und damit absolut diskrete Sicherheitsgeheimsprache von Microsoft, die vermutlich wohl demnächst auch zum Standard für die neuen XP-Produkte erklärt werden soll. Selbst versierte Hacker hätten bestimmt ernsthafte Schwierigkeiten, sich in einem System mit derart hohen Sicherheitsstandards zurechtzufinden.....

Um jetzt noch einen draufzusetzen, wurden auch gleich die Statuszeilen in geöffneten Ordnern (unten rechts), sowie das Kontextmenue des Internetexplorersymbols auf dem Desktop mitverschlüsselt:

Alles in allem ein gelungenes Sicherheitsupdate, wenngleich mir auch etwas unverständlich blieb, warum der Rechner nach jedem Öffnen und Schließen des Dialogfensters "Netzwerk" (Kontextmenue von Netzwerkumgebung...Eigenschaften) plötzlich die Windows98 CD anforderte und dann auch noch darüber meckerte, dass er angeblich die Datei " secur 32.dll " auf der CD nicht finden könne....

Auf jeden Fall aber ist Eines klar geworden: Das Update zerschiesst offensichtlich zuweilen die Betriebssysteme Win98 und 98SE !- Ob dies wohl ein neuer, geschickter Schachzug von Microsoft sein sollte, neue Kunden für Windows XP zu gewinnen oder doch nur halbherziger Murks lustloser Programmierer?- Wir werden es wohl nie erfahren, denn merkwürdigerweise gelang es mir bisher kein weiteresMal mittels des Update Assistenten das betreffende Sicherheitsupdate von der Microsoftseite abzurufen! -Möglicherweise wurde es mittlerweile bereits entfernt...?

 


Achtung!!!
Wie ich erst kürzlich per E-Mail erfahren habe,
soll auch
Windows ME
von dem Problem betroffen sein!

Gerechterweise muss ich allerdings noch anmerken, dass nicht unbedingt jedes 98/SE/ME System von der Katastrophe heimgesucht wird. Mir sind mittlerweile auch Fälle bekannt, in denen das Update zumindest mit dem IE 6.0 gut zu harmonieren scheint.-Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, das der windowseigene Updateassistent es trotzdem und ausdrücklich auch für Systeme mit anderen Internet - Explorerversionen als ein von Microsoft empfohlenes Sicherheitsupdate vorschlägt.

Die Reparatur der Schäden ist übrigens nicht ganz einfach.- Eine Deinstallationsroutine für Sicherheitsupdates wird von Microsoft grundsätzlich nicht angeboten. Es ist also angesagt, selber Hand anzulegen.-Auf der folgenden Seite beschreibe ich genau, was in welcher Reihenfolge zu tun ist.-Mag sein, dass bei manchen Rechnern das System schon nach den ersten zwei Schritten wieder in Ordnung ist, in meinem Falle brauchte ich allerdings bei beiden Rechnern das volle Programm, um alle Störungen zu beseitigen. Am besten, man geht schrittweise vor, startet nach jedem Schritt den Rechner neu und schaut sich das Ergebnis an, bevor man vielleicht überflüssigerweise weitere Schritte ausführt.

 


Aktuelle Nachträge:

1. Automatische Windowsupdates (20. August 2003)

Als Antwort auf die Wurmattacken der letzten Wochen plant Microsoft offensichtlich ein eingebautes, automatisches Zwangsupdate für seine zukünftigen Softwarekreationen. Die bisher übliche Internetseite soll dafür ersatzlos aus dem Netz genommen werden. Grund dafür soll vor allem der hohe Zeit und Kostenaufwand sein, den Microsoft in den Schutz und die Reparatur der immer öfter durch Angriffe beschädigten Seite investieren mußte.Das bisherige Windows-Update war ein kleines Tool innerhalb der Betriebssysteme ab Win95 welches nur auf Wunsch des Users den Updatestand des Rechners scannte und nach Abgleich mit der Microsoftseite die vorgeschlagen Updates downloadete. Ende 2004 soll ein neues Betriebssystem auf den Markt kommen, welches ohne Nachfrage solche Updates vornimmt. Angeblich wäre dies durch die Ignoranz vieler User nötig, die von freiwillen Windows-Updates bisher Abstand genommen hatten.

Auch zukünftige Windows XP-Versionen sollen zudem mit automatischen Firewall-Updates und Vorinstallationen in den Handel kommen
um auch technisch nicht versierten Usern ein sicheres System zu bieten. Die User sollen vertraglich zum Update verpflichtet werden, da ohne deren Zustimmung die Windows-Garantie verfällt. rechtlich gesehen ist dies sehr bedenklich, da Microsoft hier eine Möglichkeit bekäme, ganz legal den Download bestimmter Internetprogramme oder Inhalte auch ohne Zustimmung des Users zu erzwingen oder ganz zu unterbinden.

Mehr: www.stern.de/computer-technik/internet

 

2. Falsche Windowsupdates (September 2003)

Seit einigen Tagen werden massenhaft Mails mit einem falschen Microsft Sicherheits Patch im Anhang verschickt.
Löschen Sie alle Mailsmit Absender "Microsoft" bitte umgehend, da diese einen Wurm enthalten und nicht wirklich von Microsoft verschickt wurden.
Zur Ansicht habe ich Ihnen eine dieser Mails als Screenshot abgebildet..

Bitte klicken Sie HIER.

 

3. Windowsupdates immer
noch sehr problematisch
(13.Mai 2012)

Auch zu Zeiten von XP/Vista und Win7 scheint Microsoft noch nix gelernt zu haben.
Nach wie vor gibt es Probleme mit den regelmäßigen Microsoft System Updates.
Zwar wurde mittlerweile die Updateengine erheblich verbessert, aber Pannen aller Klassen bis hin zum Supergau sind nach wie vor nicht auszuschließen.
Man fährt also immer noch gut damit, Windows möglichst nicht automatisch updaten zu lassen, sondern lediglich die Benachrichtigungsfunktion zu nutzen,
sich die vorgeschlagenen Updates genau zu notieren um dann zunächst einmal in den einschlägigen Blogs und Userforen nach bereits bekannten Problemen
zu suchen. Erst wenn so alle Bedenken ausgeräumt wurden sollte man das Update ausschließlich manuell vornehmen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass dies wirklich ohne Probleme erfolgt, wäre dann zumindest wesentlich größer als beim bedenkenlosen Autoupdaten.

Bitte klicken Sie HIER.


Kommentar:

Besonders problematisch erscheint mir die Tatsache, dass Hersteller neuerdings auch bei käuflicher Software immer mehr auf produktintegrierte,
aggressive Werbung setzen, etwa um den Nutzer zum Download weiterer Produkte oder auch nur zum Upgrade auf die neueste Version ihrer Produkte zu drängen.
Bestes aktuelles Beispiel ist das Ende März 2015 von Microsoft
per empfohlenem Update eingeschleusten Werbemodul (KB 3035583).

(April 2015)

DER TECHNODOCTOR


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